Wie ich meinen ersten Joint rauchte

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Aus heutiger Sicht, war es der größte Fehler meines Lebens, als ich mit dem Kiffen angefangen hatte.

Bereits als Teenager besuchte ich regelmäßig Partys, Diskotheken, Musikkneipen und Rockkonzerte. Zigaretten, Alkohol und Mädchen waren bei diesen Events immer mit dabei. Insbesondere durften die alkoholiscen Drinks nicht fehlen, um in gute Stimmung zu kommen.

Damals fand an einem Samstagabend in einem Jugendzentrum, in der Nähe von München, im Keller eine Party mit Live Musik statt. Es war ein großer Raum mit bunter und schummriger Beleuchtung. Die Musiker der Band waren keine Profis, dennoch spielten sie recht ordentlich. Die Atmosphäre war stressfrei. Es wurde getanzt, einige Leute standen an der Bar oder in kleinen Gruppen herum, tranken Bier, lauschten der Musik, oder unterhielten sich.

Meine damaligen Freunde und ich gingen zwischendurch hinaus, damit wir uns an der frischen Luft von der lauten Musik ein wenig erholen konnten. Auf der anderen Straßenseite des Zentrums gab es eine Grünanlage, worauf eine Parkbank stand. Dort setzten wir uns hin. Wir schwatzten belangloses Zeug, und nebenbei kramte Hans etwas Haschisch aus seiner Jeansjacke. Er drehte einen Joint und fragte mich dann: „Reinhard, möchtest du auch mal ziehen? Danach wirst du dich super gut und high fühlen.“ Neugierig, naiv und ohne mir den Konsequenzen bewusst zu sein, oder gar die Lage auch nur im Geringsten zu überblicken, rauchten wir gemeinsam den Joint. Für mich war es die erste Drogenerfahrung in meinem Leben.

Wir blieben noch eine Weile auf der Parkbank sitzen, und die mir bis dahin unbekannte Wirkung stellte sich rasch ein. Es geschah, wie Hans es vorausgesagt hatte, und ich war plötzlich richtig stoned. Es machte sich in mir eine innere Ruhe und Gelassenheit breit, die ich sehr angenehm empfand. Wir waren nun in guter Laune und unterhielten uns ganz entspannt. Währenddessen wurde auch viel gelacht. Wieder zurück auf der Party, merkte ich, dass ich die Musik intensiver und anders hörte, als zuvor. Ich tanzte dann mit einem Mädchen, und gemeinsam verließen wir später das Jugendzentrum. Es war die Krönung in jener Nacht. Für mich fühlte sich der Rausch von Haschisch viel besser an, als es mit Alkohol je gewesen war. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass ich diesen Zustand noch öfter erleben wollte. Aber darüber machte ich mir in dieser Nacht keine Gedanken.

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